Das war DOKVILLE 2010
Lesen und hören Sie, was bei DOKVILLE 2010 diskutiert wurde

Wir haben für DOKVILLE 2010 – den Branchentreff Dokumentarfilm, der im Juni 2010 in Ludwigsburg stattfand – eine umfangreiche Dokumentation erstellt. Sie erscheint hier bei dokville.de und in limitierter Auflage als gedruckte Broschüre. Die digitale Beilage (Pdf, 44 Seiten, 12 Mb) können Sie hier herunterladen. [Download]
Keynote Lutz Hachmeister (mp3, Fotos)
Der Kommunikationswissenschaftler Lutz Hachmeister sprach zu Beginn von DOKVILLE über den akuellen Zustand der Branche und die Rahmenbedingungen für Dokumentarfilmer. Er schonte nicht die Sender, nicht die Filmer und auch nicht die Studierenden. Eine hörenswerte, die hier im Originalton präsentiert wird.
Dokumentarische Haltung (mp3, Fotos)
Die Kerndiskussion zum Thema stand bei DOKVILLE 2010 ganz am Schluss – und führte die grundsätzliche Diskussion zu einem intensiven Ende. Zufälle und Zwischenstände standen bei der Abschlussdebatte von DOKVILLE 2010 um eine zeitgemäße Analyse der »Dokumentarischen Haltung« im Vordergrund. Als Teilnehmer an dem Panel waren Karin Jurschick, Christoph Hübner, Pepe Danquart und Thomas Heise geladen, durch das Gespräch führte Werner Ruzicka.
Essay Christoph Hübner: Das Dokumentarische als Haltung (Textdokument)
Grundlage für die Gesprächsrunde zur “Dokumentarischen Haltung” war der bereits 1983 von Christoph Hübner verfasste Aufsatz »Das Dokumentarische als Haltung«, in dem der Autor das Dokumentarische als »ästhetische Haltung« definiert, die sich »im Spielfilm ebenso wie im sogenannten Experimentalfilm« findet, »jedenfalls nicht nur im Dokumentarfilm«. Lesen Sie hier den Artikel im Originaltext.
Dokumentarisch Drehen (mp3, Fotos)
Der Wesenskern des Dokumentarischen ist »aus dem Moment zu schaffen, der Moment, in dem man hingeht und nicht weiß, was kommt. Das Besondere des Dokumentarfilms liegt in der Freiheit zu filmen, was man findet«. Darin waren sich die vier Kameramänner am Ende der einstündigen Diskussion bei DOKVILLE 2010 einig. Der Dokumentarfilmer Hans Beller führte das Gespräch mit den Kameramännern Justus Pankau, Lars Barthel, Börres Weiffenbach und Gregor Theus. Thema der Diskussion: »Dokumentarisch Drehen – Distanz und Nähe«.
Dokumentarisch Schneiden (mp3, Fotos)
Bei dem Panel »Dokumentarisch Schneiden« stellten die Filmeditorinnen Gesa Marten, Rune Schweitzer und Gabriele Voss ihre unterschiedlichen Herangehensweisen bei der Montage vor. Susanne Petz, die durch die Diskussion führte, diskutierte mit Gabriele Voss, Gesa Marten und Rune Schweitzer. Während alle drei Editorinnen das Montieren als zuvorderst inhaltliche Arbeit am filmischen Material im Dokumentarfilm ansahen, als eine Suche nach dem »roten Faden«, zeigten sie während des Panels sehr unterschiedliche Herangehensweisen bei der Interpretation des Materials auf.
Im Fokus: Der biographische Film – Lenin kam nur bis Lüdenscheid (mp3, Fotos)
Unter dem Titel »Der biographische Film« hatte das Haus des Dokumentarfilms das Team des Films »Lenin kam nur bis Lüdenscheid« zur Gesprächsrunde eingeladen. Die Leitung des Gesprächs übernahm der Journalist und Publizist Daniel Kothenschulte. Seine Gäste waren der Regisseur des Films André Schäfer, sowie die beiden Redakteurinnen Jutta Krug vom WDR und Gudrun Hanke-El Ghomri vom SWR.
Im Fokus: Der sozialkritische Film – Neukölln Unlimited (mp3, Fotos)
Der junge und mitreißende Film »Neukölln Unlimited«, von den Regisseuren Agostino Imondi und Dietmar Ratsch, wurde bei DOKVILLE 2010 unter dem Titel »Der sozialkritische Film« ins Programm aufgenommen. Die Dokumentation über eine libanesische Familie, die seit 18 Jahren von der Abschiebung bedroht ist und schon einmal abgeschoben wurde, vermittelt einen ganz neuen Blickwinkel auf die sonst in den Medien so negativ titulierten jugendlichen Immigranten und Einwandererfamilien.
Im Fokus: Der politische Film – Der große Ausverkauf (mp3, Fotos)
Der Filmemacher Florian Opitz wurde zum Branchentreff DOKVILLE 2010 eingeladen, um über seinen politischen Film “Der große Ausverkauf” zu sprechen. Cristina Nord, die das Gespräch mit Florian Opitz leitete, arbeitet als Journalistin und Filmkritikerin für die tageszeitung. Sie zählt zu den wenigen kritischen Stimmen, die sich über den sonst hoch gelobten Film geäußert haben.
Arte – El Dorado für den Dokumentarfilm (mp3, Fotos)
Im Fokus stand bei DOKVILLE 2010 auch der deutsch-französische TV-Sender Arte. Der wie kein zweiter Kanal von Dokumentaristen hofierte und mit Hoffnungen beladene Sender stellte sich der Diskussion nach dem Umbau des Programm im Herbst 2009. Spannend! Peter Gottschalks Vortrag bei DOKVILLE 2010 war dem verstorbenen Freund und Kollegen Christian Bauer gewidmet, der noch im Jahr zuvor bei DOKVILLE 2009 seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte. Diese in unserer Dokumentation nicht abgedruckten Passagen sind im kompletten Tondokument abrufbar, welches Sie hier abrufen können.
Deutscher Dokumentarfilmpreis 2011 (mp3, Fotos, Infos)
Das neue Reglement beim Deutschen Dokumentarfilmpreis wurde bei DOKVILLE 2010 in einem ausführlichen Beitrag vorgestellt. Den Vortrag von Gabriele Röthemeyer (MFG Filmförderung Baden-Württemberg) und Peter Latzel (SWR) können Sie hier anhören.
Komplette Dokumentation herunterladen (Pdf, 12 Mb)
In gedruckter Form und als Pdf-Dokumentation ist nach DOKVILLE 2010 auch eine umfangreiche Print-Doku erschienen. Diese 44 Seiten starke Broschüre bietet dokville.de hier zum Download an.
(Thomas Schneider / Quelle: www.dokville.de)
